Die universelle Sprache der Trauer

Wenn Worte fehlen, spricht das Herz

Trauer ist nicht immer laut. Oft ist sie leise, zieht sich zurück, versteckt sich hinter einem Lächeln oder in einem plötzlichen Tränenfluss, wenn niemand hinschaut. Manchmal fehlen uns die Worte – für das, was in uns tobt, was uns zerreißt oder langsam, still verändert.

Jeder Mensch trauert anders – doch eines ist uns allen gemein:
Wir suchen nach Ausdruck.

Wir suchen nach Möglichkeiten, unser Innerstes zu zeigen – ohne erklären zu müssen. Die Sprache der Trauer ist nicht nur verbal. Sie lebt in:

  • einem Blick zum Himmel
  • dem sanften Streicheln eines alten Fotos
  • der Musik, die plötzlich alles sagt
  • einem Spaziergang in der Dämmerung
  • dem Wunsch, einfach verstanden zu werden

Ich durfte im Laufe meiner Arbeit mit trauernden Menschen viele dieser Sprachen kennenlernen – in Worten, in Kunst, in Körperempfindungen und Symbolen. Manche sprechen über ihre Trauer, andere leben sie still in kleinen Gesten, Ritualen oder Träumen.

Vielleicht hast du dich schon in einem dieser „Worte der Trauer“ wiedergefunden:

  • Vemod – das schwedische Wort für melancholische Sanftheit
  • Mono no aware – die japanische Schönheit im Vergänglichen
  • Ubuntu – das Wissen: Ich bin, weil wir sind
  • Viraha – die indische Sehnsucht nach dem, was fehlt

Diese Worte dürfen Trost schenken:
Nicht, weil sie etwas erklären – sondern, weil sie zeigen, dass du nicht allein bist und auch andere Herzen wie du trauern.

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