… und was nicht
Wenn die Trauer in unser Leben kommt, ist da erst einmal … nichts… wahrscheinlich folgt dann ein Schock und der Trauerprozess beginnt.
📌 Klingt automatisiert? Stimmt!
In der Realität haben wir wohl alle andere Erfahrungen machen dürfen bzw. müssen.
Tatsache ist:
Die Trauer bringt uns an Grenzen –
sowohl körperlich, als auch emotional und seelisch.
Durch den plötzlichen Verlust, die Trennung von dem bekannten Alltag und den vielen Emotionen, die wir auf einmal – oder eben nicht – fühlen, befinden wir uns im freien Fall.
Wir versuchen wieder Luft zu bekommen und zu uns selbst Kontakt aufzunehmen.
Eine sanfte Unterstützung hierfür kann Yin-Yoga sein – „kann“ – denn ein Allheilmittel wird es nicht geben.
🧘 Was Yin-Yoga in der Trauer kann
- Gefühle, Gefühle, noch mehr Gefühle – Leere
Puh, in uns ist viel los – wenn wir es schaffen, uns in eine Yin-Yoga-Session zu begeben, ist das vor allem mutig!
Wir erschaffen einen Raum, eine Stille, eine Ablenkung. Wir treten für einen kurzen Moment aus dem Prozess des Trauerns heraus und erlauben uns direkt, die Trauer, Wut, Angst oder die Einsamkeit fließen zu lassen. - Kein Druck – keine Performance
Im Yin-Yoga bestimmt dein Körper die Position, es gibt nichts „zu schaffen“ oder eine bestimmte Ausführung wie im Hatha-Yoga. Du gehst in die Pose, dein Körper lässt soweit los, wie es für ihn gerade möglich ist.
Yin-Yoga atmet und spürt, du arbeitest mit deinem Körper zusammen.
- Unser Nervensystem
…mag Entspannung! Hier helfen die lang gehaltenen Positionen, verbunden mit einem bewusstem Atem – vor allem ein längeres Ausatmen hilft zur Regulation des überlasteten Nervensystems. - Sanftheit für dich selbst
Die weichen Übergänge, das Getragen werden vom Boden, die Zeit für dich – all das kann in einer Phase des Kontrollverlusts Stabilität geben und dir selbst gegenüber Gefühle geben, von:
- Bewusstheit: Wie weit kann ich in die Pose gehen, damit ich mich wohlfühle?
- Erlaubnis: Kann ich die Entspannung annehmen?
- Klarheit: Wann konnte ich das letzte Mal so tief atmen?
🚫 Was Yin-Yoga in der Trauer nicht kann
- Dein Schmerz bleibt
Yin-Yoga ist kein Flucht- oder Rettungsweg, leider. Yin-Yoga kann dich begleiten – aber nicht „heilen“ oder deine Gefühle verschwinden lassen. - Es ersetzt keine Gespräche oder Begleitung
Durch Yin-Yoga können Gefühle und emotionale Prozesse bewusst empfunden werden, eine Arbeit mit den Gefühlen erfolgt aber meist über Worte, einem Austausch oder professionelle Begleitung. - Es braucht Zeit
Yoga im Allgemeinen profitiert von Regelmäßigkeit und Routinen. Manchmal fehlt aber die Kraft hierfür, akzeptiere das bitte. Gerade im Trauerprozess ist der Körper vielleicht nicht bereit für Stille – und das ist auch völlig okay.
Sei bitte geduldig mit dir selbst, zwinge dich nicht in Posen und bewege dich in deinem Tempo.
🌿 Yin-Yoga ist wertvoll, wenn…
- du bereit bist, nach innen zu lauschen – ganz ohne Druck.
- du einen sicheren Raum brauchst, um einfach nur zu sein.
- du dir erlaubst, dass heute vielleicht nichts geschieht – und das auch in Ordnung ist.
✨ Fazit
Yin-Yoga in der Trauer ist kein Wundermittel – aber es kann dich begleiten, wenn gerade alles unsicher ist und sich neu finden muss.
Vielleicht ist genau das der erste Schritt:
Deine Haltung einzunehmen,
- in der du nichts leisten musst,
- in der du deine Grenzen wahrnimmst und achtest,
- in der du dich wohlfühlst und die du aushalten kannst,
- in der du atmen kannst
Ich unterstütze dich gerne auf deinem Weg!
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