Unser Alltag im 21. Jahrhundert ist angenehm. Wir legen großen Wert auf Work-Life-Balance, vieles ist automatisiert, und wenn wir schnell eine Lösung brauchen, liefert uns eine KI eine schön ausformulierte Antwort mit Handlungsempfehlungen – wunderbar 🌞.
…und dann kommt ein Verlust, ein Schicksalsschlag und mit ihm die Trauer und der Absturz.
Ab diesem Moment läuft nichts mehr wie gewohnt. Eine Frage drängt sich dabei in den Vordergrund:
Warum ist ein Abschied so schwierig?
🤔 Warum empfinden wir den Schmerz als belastend?
- Er hält sich an keine Tages- oder Uhrzeit.
- Weinen in der Arbeit, weil gerade eine Erinnerung kommt? Unangenehm.
- Dein Umfeld schaut dich nach ein paar Wochen prüfend an – bist du mittlerweile schon depressiv ?
- Warum hast du die Erinnerungsstücke noch nicht weggeräumt – dein Leben soll doch weitergehen?
- Nach einem halben Jahr fängst du immer noch zu weinen an, wenn du über deinen Verlust sprichst?
- Warum bist du noch nicht wieder glücklich?
😣Puh, all das macht es nicht einfacher!
❌ Keiner von uns will in dieser Situation sein – auch wir wollen zurück in unser altes Leben – genauso, wie es war!
Aber das, was uns so sehr fehlt, kommt nicht mehr.
Egal, wie lange wir hoffen, warten oder nach Zeichen Ausschau halten:
Ein Lebensabschnitt ist zu Ende gegangen, ohne uns zu fragen.
Wir stehen mitten im Leben und müssen weitermachen – gefühlt alleine und ohne Ziel oder Richtung.
😌 Unser Körper hilft uns
Wir funktionieren – und das ist ein erstaunlich kluger Schachzug der Natur. Unser Körper reagiert in dieser Schock- und Trauerphase wie ein Uhrwerk:
- Wenig Hunger, kein Durst – dein Körper verzeiht dir dies kurzfristig
- Kein oder wenig Schlaf – dein Körper findet Kraftreserven
- Weinen, Schluchzen, Heulen – deine Muskeln geben ihr Bestes und deine Tränen entlasten das Nervensystem
Auch für die Trauer hat sich die Natur etwas einfallen lassen:
Trauerphasen
Du kannst sie dir wie Wellen im Meer vorstellen 🌊. Wie in der realen Welt, können wir sie nicht beeinflussen oder gar nacheinander abhaken wie Punkte auf einer Liste.
🔍 Lass sie uns zusammen anschauen, du erkennst dich vielleicht in einer wieder.
Besonders bekannt sind die „Fünf Phasen der Trauer“ nach dem Kübler-Ross Modell – es ist lediglich eine Sichtweise, am Ende zählt dein Empfinden!
- Leugnen
Ein Schutzmechanismus: „Das kann nicht sein.“ Wir können nicht glauben, dass uns der Verlust betrifft. - Ärger
Wut, Frustration, bohrende Fragen: „Warum ich?“ – sie können sich gegen andere richten oder unvermittelt ausbrechen. - Feilschen
Der Versuch, zu verhandeln: „Wenn ich dies oder jenes tue, wird es besser.“ Hoffnung ist zutiefst menschlich – gerade in verzweifelten Situationen. - Depression
Wir werden auf uns selbst zurückgeworfen. Alles scheint dunkel, Orientierung fehlt. - Akzeptanz
Wir beginnen zuzulassen, was ist. Heilung wird langsam möglich.
Diese Phasen haben keinen festen Ablauf. Die 5 kann vor der 2 stehen, die 4 schiebt sich dazwischen – und plötzlich sind wir wieder bei der 1.
Doch mit der Zeit lernen wir, die „Wellen zu reiten“. Wir erkennen: Es sind Phasen. Sie kommen, sie gehen. Und sie bringen uns weiter.
🤍Trauer, Erinnerung und Liebe
So schmerzhaft sie ist – die Trauer erinnert uns daran, dass da Liebe war – und diese Liebe bleibt.
Welle für Welle finden wir Schritt für Schritt wieder ins Leben zurück. Nicht so, wie es einmal war – aber mit dem, was uns bleibt:
Die Erinnerung an jemanden, der unser Herz für immer berührt hat.
Wichtig: Du musst diese Zeit nicht alleine durchstehen –
ich bin an deiner Seite!
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