Wenn die Seele nach einem Verlust in der Dunkelheit wandelt

TRAUER – VERLUST – LEBENSUMBRÜCHE

Was, wenn da kein Licht mehr ist?

Über die Erlaubnis in der Dunkelheit zu sein und warum das hilfreich sein kann.

„Mach es wie die Sonnenuhr,
zähl die heit’ren Stunden nur“


Angst vor dem Licht:
Wenn Gefühlen drohen an die Oberfläche zu gelangen.

In dem Stadium der Trauer sind wir meist betäubt, geschockt, von der Welt abgetrennt. Früher oder später gesellen sich andere Gefühle dazu – oder überennen uns förmlich. Neben der Wut, kann da auch Bitterkeit, Einsamkeit und Sinnlosigkeit auftauchen.

Wir stehen bereits in den Trümmern und versuchen uns selbst irgendwie zu managen,
damit wir unser Gesicht nicht verlieren.

Meist tauchen unbewusst Fragen auf, wie
– „Wofür mach‘ ich das eigentlich?“
– „Lohnt sich das überhaupt noch?“
– „Warum soll ich jetzt weiter machen?“

Wir haben nicht nur ein geliebtes Lebewesen oder einen wichtigen Lebensinhalt verloren,
sondern auch einen Teil unserer Identität:
– Wir können uns nicht mehr spiegeln und uns fehlt Bestätigung
– der Verlust von Struktur und Alltag wirft alles übereinander
– unsere Lebensgeschichte ist nicht mehr sicher.

DEINE ERLAUBNIS

Ja, du darfst in der Dunkelheit sein und

ja, da darf auch erst einmal kein Licht sein.


Dein Leben wurde zetrümmert und dir bleiben gerade nur die Scherben.

Du darfst sowas von enttäuscht und wütend sein, verzweifelt und taub.

Du darfst aufhören, gegen das zu kämpfen, was ohnehin schon da ist.

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